Der Grund für die Behaglichkeit, die wir in der Natur empfinden, liegt wohl darin begründet, dass wir uns durch sie mit unserem Ursprung, mit Gott verbunden fühlen. Denn während die Städte in denen wir leben das künstliche Werk unserer Hände sind, ist die Natur Gotteswerk. Natürlich und künstlich sind Gegenworte. Daraus wird ersichtlich, dass wir uns indem Maße von allem was natürlich ist entfernen, indem unsere Umgebung künstlicher wird. Ein Tag in der Natur kann Medizin für Geist und Seele sein. Es gibt vielleicht nichts, das uns so sehr von unseren Sorgen, Plagen und Zweifeln befreit. Und die Natur vermag diese Entspannung gänzlich ohne ein Gefühl der Betäubung zu erzeugen. Ganz im Gegensatz zu der Malerei, der Musik und dem Schlaf. Allesamt Phänomene die unsere Geisteskräfte lähmen. Es ist wohlbekannt, dass viele große Denker, Dichter und Komponisten Zuflucht in der Natur suchten, um ihre Geisteskräfte zu regenerieren. Arthur Schopenhauer echauffierte sich über das laute Peitschenklatschen in den Gassen der Städte, das seine Gedanken so häufig augenblicklich unterbrach: „Nunmehr aber, vom genus auf die species übergehend, habe ich, als den unverantwortlichsten und schändlichsten Lerm, das wahrhaft infernale Peitschenklatschen, in den hallenden Gassen der Städte, zu denunciren. Dieser plötzliche, scharfe, hirnzerschneidende, gedankenmörderische Knall muß von Jedem, der nur irgend etwas, einem Gedanken Aehnliches im Kopfe herumträgt, schmerzlich empfunden werden.“ Was würde Schopenhauer wohl zu dem Geräuschpegel in modernen Großstädten oder gar in Weltmetropolen sagen. Was dort passiert, ist Sünde wider den Geist, die jede Regeneration der mentalen Kräfte nahezu unmöglich macht. Ich denke, dass auch dieser Lärm seinen kleinen, aber dennoch nicht zu unterschätzenden Beitrag zur allgegenwärtigen Geistlosigkeit beiträgt.
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Freitag, 28. August 2015
Samstag, 20. Juni 2015
Diskussionen über Gott
Zur Erkenntnis der wirklich bedeutsamen Dinge im Leben kann man durch Diskussionen nicht gelangen. So wird niemand am Ende einer Unterhaltung über die Existenz und das Wesen des Schöpfers zu dem Schluss kommen, dass die Bibel das Wort Gottes ist. Über solche Dinge zu streiten ist Sünde wider den guten Geist. Man erfährt sie viel eher indem man die Regungen seiner Seele erforscht und gewichtige Überlegungen auf sie einwirken lässt. Ein Spaziergang in der Natur trägt viel mehr zur Erkenntnis des Ewigen bei, als eine Unterredung über diesen. Vor diesem Hintergrund sind auch jedwede Gottesbeweise, die das Unendliche mit Hilfe des Endlichen erfassen wollen, als Torheiten abzulehnen.
Sonntag, 10. Mai 2015
Anmerkung zu Römer 1,22-23
"Da sie sich für Weise hielten, sind sie zu Narren geworden und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergänglichen Gottes in ein Bild gleich dem vergänglichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der kriechenden Tiere."
Der Begriff Homo Sapiens bedeutet so viel wie "der weise Mensch" und stellt somit eine unchristliche und selbstverliebte Eigenbezeichnung dar. Ich glaube, dass sich durch diese der Satz des Paulus über die Heiden bestätigt, zumal wenn man bedenkt, dass sie vor Allem von Atheisten gebraucht wurde und wird und seit ihrer Entstehung zur Zementierung eines gottlosen Welt- und Menschenbildes verwendet wird.
Der Begriff Homo Sapiens bedeutet so viel wie "der weise Mensch" und stellt somit eine unchristliche und selbstverliebte Eigenbezeichnung dar. Ich glaube, dass sich durch diese der Satz des Paulus über die Heiden bestätigt, zumal wenn man bedenkt, dass sie vor Allem von Atheisten gebraucht wurde und wird und seit ihrer Entstehung zur Zementierung eines gottlosen Welt- und Menschenbildes verwendet wird.
Sonntag, 1. März 2015
Das Bedürfnis nach Gott
Alle Bedürfnisse, deren Wurzeln in der Tiefe des menschlichen Wesens liegen, haben eine Möglichkeit der Befriedigung in der Realität. Das menschliche Bedürfnis nach Nahrung hat ihre Entsprechung in den Lebensmitteln. Der Sexualtrieb seine in dem Objekt der Begierde. So ist es auch mit Gott. Das Bedürfnis nach Gott ist uns von allen Menschen die jemals lebten bekannt. Es ist mit dem menschlichen Wesen ebenso verknüpft wie seine biologischen Bedürfnisse. Jede Kultur hat und hatte ihr Gottesbild. Dies deutet darauf hin, dass die menschliche Gottessehnsucht ebenfalls eine Entsprechung in der Realität hat. Diese Sehnsucht nach Gott macht evolutionsbiologisch gar keinen Sinn. Sie wird am Besten im dritten Kapitel der Genesis durch den Sündenfall und den damit einhergehenden Verlust der Verbindung zu Gott erklärt.
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