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Donnerstag, 10. März 2016
Die Entmystifizierung der Musik
In dem Umfang in dem das Verständnis für musiktheoretische Dinge wächst, verliert die Musik ihren mystischen Charme. Für den außenstehenden unmusikalischen Zeitgenossen kommt die Musik einem unerklärlichen Mythos gleich, den man nicht verstehen und entschlüsseln, sondern nur empfinden kann. Seine Herangehensweise ist emotional und man könnte sagen kindlich naiv, weshalb auch seine Freude über Musik in der Regel ungetrübter ist. Aus eben diesem Grunde waren meine Empfindungen stets zwiespältig wenn es daran ging ein Stück nach Noten auf dem Klavier zu erlernen. Auf der einen Seite existiert der Wille ein Stück beherrschen zu können. Wobei beherrschen hier in der Tat wörtlich zu verstehen ist, da es auf der anderen Seite sobald es beherrscht wird seines mystischen Glanzes entkleidet ist. Der Zuhörer ist dem gläubigen, der Musiker dem Naturwissenschaftler zu vergleichen. Der eine staunt vor den Rätseln der Natur und labt sich an der Betrachtung des Unverstehbaren. Der andere entkleidet die Natur ihrer Rätsel und macht sie zu einem banalen, von Gesetzmäßigkeiten durchdrungenen Ort. Die Erkenntnis, dass die Musik, die uns so sehr berührt nichts weiter als die nach Gesetzen der Logik betriebene Zusammenfügung 12 verschiedener Töne ist, führt unweigerlich zu unzähligen psychologischen Krisen im Verlauf des Lebens eines ambitionierten Musikers.
Freitag, 6. März 2015
Das naturwissenschaftliche Weltbild
Wenn jemand auf die Frage was die Bibel sei antworten würde: „Ein Buch bestehend aus 31.171 Versen, 738.765 Wörtern und 4.410.133 Zeichen“, dann müsste man ihm entgegenhalten, dass er die Bibel nicht verstanden hätte. Auf eben diese Weise beschreiben Naturwissenschaftler für gewöhnlich die Welt. Gehen diese aber über die Beschreibung der Welt hinaus und deuten sie, wie Evolutionisten dies tun, maßen sie sich an etwas zu können, was ohne göttliche Offenbarung unmöglich ist.
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