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Mittwoch, 6. Januar 2016

Über den unreflektierten Gebrauch der Sprache

Damit die Sprache nicht entarte, sollte man sich immer wieder mit den Wurzeln ihrer Worte beschäftigen. Dies gilt vor allem für diejenigen Worte, welche dem Griechischen und Lateinischen entlehnt sind. Denn wie sicher ist das Wissen über die von mir verwendeten Worte, wenn ich es alleine aus dem alltäglichen Gebrauch meiner Mitmenschen ableite?

Montag, 24. August 2015

Gender-Ideologie

Die Verfechter der Gender-Ideologie halten ihren Kritikern immer wieder entgegen wie irrational es sei an "Banalitäten" wie der politisch korrekten Verstümmelung unserer Sprache Anstoß zu nehmen. Dabei sind sie es doch gerade die begannen Selbstverständlichkeiten zu problematisieren. Der vermeintliche Widerstand gegen diesen Irrwitz ist also als Reaktion auf den Aufschrei der Gender-Ideologen zu begreifen.

Samstag, 25. April 2015

Vom richtigen und falschen Gebrauch der Sprache

Die Universitäten legen großen Wert darauf, die Köpfe ihrer Studenten mit einer ungeheuren Zahl an Fremdwörtern zu belasten. Als könnten diese über die eigene Geistlosigkeit hinwegtäuschen. Der selbstbewusste Kopf hingegen verwendet Fremdwörter nur dann, wenn sie ein Phänomen präziser beschreiben, als es ein alltäglicher Begriff jemals könnte. Gerade jemandem, der glaubt gewichtige Gedanken in sich zu tragen ist doch daran gelegen, durch eine verständliche Sprache viele erreichen zu können. Viel eher sollten die Bildungsanstalten also darauf bedacht sein, ihren Schülern eine klare und schöne Sprache zu vermitteln. Denn auch die Schönheit der Sprache erleichtert ihr Verständnis. Um schön und klar zu sein, muss die Sprache auf jedes unpassende und überflüssige Wort verzichten. Allgemein gilt die Regel, dass man sich vor jedem Wort, welches man zu schreiben gedenkt, die Frage stellen sollte, ob es nicht eines zu viel ist.

Montag, 2. März 2015

Geschwollene Sprache

Meistens sind es die schalen Naturen, die sich einer hochtrabenden, geschwollenen Sprache bedienen, hinter der sie ihren Ungeist zu verstecken trachten. So kommt es vor, dass sie einen unbedeutenden Gedanken in mehrere ellenlange Sätze mit unzähligen Nebensätzen pressen. Dadurch erhoffen sie dem Leser den Eindruck zu vermitteln als wendete der Autor seine gesamte Geisteskraft auf, um diesen großen Gedanken in Worte zu fassen. So als hätte er unter den widrigsten Umständen den Stein der Weisen entdeckt, oder als handele es sich bei seinen Gedanken um ein widerspenstiges Ungetüm, das aus dem Gefängnis des Geistes befreit wird um es im Anschluss daran mit Mühe und Not in den Käfig der schriftlichen Aufzeichnung zu sperren. In Wahrheit verhält es sich aber so, dass es wohl keinen einzigen genialen Gedanken gibt, der so komplex ist, dass er sich nicht in einer einfachen, klaren Sprache ausdrücken lässt.