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Freitag, 28. August 2015

Donnerstag, 25. Juni 2015

Anmerkung zur Romantik

Im 19. Jahrhundert wurde erstmals die Verbindung zwischen Mensch und Natur durch die Industrialisierung gestört. Und zu dieser Zeit stellen wir in der gesamten abendländischen Kultur einen Wandel in der Auswahl der Motive fest. Es entwickelte sich die Tonmalerei in der Musik, deren Motive zwar mannigfaltig waren, sich aber vornehmlich aus Naturphänomenen speisten. Parallel dazu war die romantische Literatur und Lyrik, vor Allem von dem Bestreben motiviert, die Natur gefühlsmäßig zu erfassen. In der Malerei gewannen Natur- und Landschaftsdarstellungen an immenser Bedeutung. Man missinterpretierte diese Phänomene oft als Ausdruck einer besonders starken Naturverbundenheit des romantischen Menschen. Das Gegenteil ist der Fall: Der Romantiker spürte wie der technische Fortschritt, der zunehmende Bedeutungsverlust der Landwirtschaft, die sukzessive Vergrößerung der städtischen Ballungsräume uvm. seine Naturverbundenheit untergrub. Aus diesem negativen Befund heraus, entwickelte sich eine starke Sehnsucht nach Ferne und Natur, die so charakteristisch für die Romantik ist. Die Menschen des 19. Jahrhunderts empfanden einen Konflikt zwischen Natur und Kultur, der für uns nicht mehr nachvollziehbar ist. Dass die "Natur" eine weitaus geringere Bedeutung in den vorigen Epochen hatte, liegt daran, dass sie einen selbstverständlichen Platz in dem alltäglichen Leben der damaligen Menschen eingenommen hat. Erst als der Naturverbundenheit der Verlust ihrer Selbstverständlichkeit drohte, rückte sie in den Fokus von Kunst und Kultur.

Montag, 15. Juni 2015

10 Gründe gegen die Akzeptanz von "transabled people"

Kürzlich bin ich über ein schreckliches Phänomen gestolpert, welches mich seitdem so stark beschäftigt, dass ich mich ihm in schriftlicher Form widmen muss. Im Englischen bezeichnet man dieses Phänomen als "Transability". Ein deutsches Synonym gibt es meines Wissens nach nicht. "Transability" bezeichnet Menschen, die sich eine bestimmte körperliche Behinderung wünschen, weil sie glauben, dass dieses oder jenes Körperteil nicht wesenhaft zu Ihnen gehöre. "Transability" ist also eine mit der Transsexualität verwandte Identitätsstörung, deren Depathologisierung und Enttabuisierung momentan von gewissen Kreisen vorangetrieben wird. Im Folgenden möchte ich mich gegen die Akzeptanz dieser Störung aussprechen und Argumente liefern, welche die absurden moralischen Probleme illustrieren, die sich aus Interaktionen mit "transabled people" ergeben.

1. Da die medizinischen Ressourcen begrenzt sind, dürfen sie nicht für psychisch kranke Menschen verschwendet werden, die keine körperlichen Leiden haben. Eine unnötige Amputation kann der Grund dafür sein, dass Ressourcen für Menschen fehlen, die einen Arzt wirklich benötigen.

2. Die Gründe für eine Amputation ohne medizinische Indikation sind auf psychische Probleme zurückzuführen. Ein insgeheimer Grund für viele dieser Menschen Amputationen vornehmen zu lassen, ist es die gleiche Milde, Aufmerksamkeit und Hilfsbereitschaft von gesunden Menschen zu erlangen, die schicksalhaft körperlich Behinderte genießen.

3. Die Ansprüche, welche die Gesellschaft an einen körperlich Behinderten stellt, sind geringer. Viele "Transabled people" wollen der Verantwortung entfliehen, die sie als gesundes, erwachsenes Mitglied einer Gesellschaft tragen müssten.

4. Ein Arzt, der Amputationen an körperlich gesunden Menschen vornimmt, bekräftigt die Annahme des seelisch Kranken, dass gewisse Körperteile nicht zu ihm gehörten und depathologisiert so deren Identitätsstörung.

5. Man schadet dem Gemeinwesen, wenn man seine Leistungsfähigkeit absichtlich verringert. Man zwingt gesunde Menschen, die im Arbeitsleben stehen, ein Mitglied der Gesellschaft zu ersetzen, welches produktiv hätte sein können.

6. Wenn jemand aufgrund einer bewusst zugefügten Behinderung arbeitsunfähig wird, müssen andere Menschen den Lebensunterhalt dieser Person über Steuern mitfinanzieren.

7. Man betrügt andere Menschen, die hilfsbereit handeln, weil sie glauben einen vom Schicksal geschlagenen vor sich zu haben. In ethischer Hinsicht macht es keinen Unterschied ob sich eine hilfesuchende Person ihre Behinderung freiwillig zugefügt hat, oder diese nur vortäuscht, indem sie z.B., einen Körperteil versteckt.

8. Man schadet sich nicht nur selbst, sondern auch seinen Freunden und Angehörigen indirekt, denen man ohne Behinderung eine bessere Hilfe hätte sein können.

9. Man bagatellisiert das Leid körperlich Behinderter, indem man körperliche Gesundheit und Behinderung als gleichwertige Phänomene darstellt.

10. Menschen deren Behinderung schicksalhaft verursacht ist, können die Hilfe körperlich gesunder Mitmenschen verlangen. Jemand, der sich solche Einschränkungen aber bewusst zugefügt hat, ist einem Betrüger gleich zu rechnen, der keinerlei Hilfe verdient.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Mitläufertum

Mit welchem Recht will man sich über die Verblendung voriger Generationen echauffieren, wenn man selber in seinem gesamten Denken der Mode seiner Zeit entspricht?

Donnerstag, 30. April 2015

Revolutionäre

Seit jeher gibt es Menschen, die fordern, dass sich die Gesellschaft grundlegend verändern müsse, da sie unter den derzeitigen Verhältnissen am stärksten zu leiden hätten. Das sind meistens die selben Personen, die beim Kartenspiel betrügen, oder ihr mangelhaftes Glück oder Können auf die vermeintliche Ungerechtigkeit der Spielregeln schieben.

Dienstag, 28. April 2015

Heldentum

Man kann den klassischen Helden nicht mehr verstehen. Ihm wohnt aus heutiger Sicht immer eine gewisse Dummheit inne, weil wir seine feste Entschlossenheit mit der er für seine Überzeugung eintritt, für Naivität halten. Wir verstehen den Kreuzritter nicht, der sein Leben für ein ungewisses Gut opfert. Was für ein Rätsel ist uns der Samurai, der Seppuku begeht, um seine verlorene Ehre wiederherzustellen. Ein Mysterium ist uns auch der Kreuzestod Jesu geworden. Wie konnte er sich seiner Sache nur so sicher sein, fragt der diesseitig verhaftete Mensch unserer Tage. Entweder begreifen wir es einfach nicht, oder machen aus unserem Unverständnis auch noch eine Tugend, wenn wir diesen Helden Verblendung und Dummheit unterstellen. Doch im 1.Korinther, 3/19 heißt es: "Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott." Der heutige Mensch ist unfähig geworden für ein großes Ideal zu sterben. Der gesamte Raum seiner Wahrnehmung beschränkt sich auf das Diesseitige. Sein persönliches Glück ist ihm das höchste Gut. Er hat sich nicht nur biologisch, sondern auch geistig zu den Tieren gestellt und rühmt sich auch noch seiner auf die weltlichen Dinge ausgerichteten Bauernschläue. Dadurch hat der Mensch an Würde eingebüßt.

Samstag, 25. April 2015

Vom richtigen und falschen Gebrauch der Sprache

Die Universitäten legen großen Wert darauf, die Köpfe ihrer Studenten mit einer ungeheuren Zahl an Fremdwörtern zu belasten. Als könnten diese über die eigene Geistlosigkeit hinwegtäuschen. Der selbstbewusste Kopf hingegen verwendet Fremdwörter nur dann, wenn sie ein Phänomen präziser beschreiben, als es ein alltäglicher Begriff jemals könnte. Gerade jemandem, der glaubt gewichtige Gedanken in sich zu tragen ist doch daran gelegen, durch eine verständliche Sprache viele erreichen zu können. Viel eher sollten die Bildungsanstalten also darauf bedacht sein, ihren Schülern eine klare und schöne Sprache zu vermitteln. Denn auch die Schönheit der Sprache erleichtert ihr Verständnis. Um schön und klar zu sein, muss die Sprache auf jedes unpassende und überflüssige Wort verzichten. Allgemein gilt die Regel, dass man sich vor jedem Wort, welches man zu schreiben gedenkt, die Frage stellen sollte, ob es nicht eines zu viel ist.

Donnerstag, 23. April 2015

Umerzieher

Man falle bloß nicht auf die Heilsversprechen der Weltverbesserer herein, die der Umwelt und der Erziehung nur deshalb mehr Gewicht beimessen als der menschlichen Natur, weil sie Letztere zerstören müssen, so sie ihre Verheißungen erfüllen wollen.

Dienstag, 21. April 2015

Evolutionismus

Bis in das 19. Jahrhundert hinein galt der Umstand, dass sich etwas über lange Zeit bewährt hat, als ein starkes Argument für dessen Autorität. Demgemäß galten im abendländischen Mittelalter antike Schriften von Herodot und Homer als vorzügliche Quellen. Heute ist es in Mode genau anders herum zu argumentieren. Die neuste Quelle gilt immer als die Sicherste, weil sie wie heutzutage alles als das Ergebnis eines langen evolutionären Auswahlprozesses begriffen wird. Es wird behauptet, dass der Mensch aus den Fehlern der Vergangenheit lerne und so immer tiefere Einsicht in das Wesen der Dinge erlangte. Beweise für gegenteilige historische Entwicklungen und Dekadenzerscheinungen werden nicht wahrgenommen. Genauso verhält es sich aus dieser Perspektive mit dem jeweiligen Punkt der Geschichte, an dem man sich nun gerade zufälligerweise befindet. Dieser wird stets als der Höhepunkt der Menschheitsgeschichte gedeutet. Zwar gibt es auch für den Evolutionisten noch Probleme, die gelöst werden müssen, da die Entwicklung der Menschheit noch nicht abgeschlossen ist. Doch ist er davon überzeugt, dass alles immer besser werden und auf den allumfassenden Fortschritt der Menschheit hinauslaufen müsse. Vor diesem Hintergrund werden negative Entwicklungen in einzelnen Bereichen der Gesellschaft einfach als Schwarzmalerei abgetan. Evolutionisten sind nicht dazu in der Lage gesellschaftliche Entwicklungen differenziert zu beurteilen. Durch seine Theorien schuf Darwin eine biologistische Rechtfertigung für den Hass auf alles Vergangene, das als das zurecht Überwundene begriffen wird. Insofern kann Charles Darwin als der Vater der Moderne angesehen werden. Nicht nur weil er den abendländischen Menschen zum Atheismus verführte, sondern auch weil er die Grundlage für die Fortschrittsgläubigkeit unserer Zeit schuf, die als moderne Ersatzreligion fungiert. Es wird propagiert, dass es das Ziel der Menschheit sei, durch den "Fortschritt" das kurze Leben des Einzelnen erträglicher zu machen. Eine diesseitig verhaftete, den Menschen beschämende, Ansicht.

Mittwoch, 8. April 2015

Abtreibung

Es ist mir gänzlich unverständlich, wie diejenigen denen das Leid der Armen und Schwachen so nahe geht, mit dem Leben ihrer eigenen ungeborenen Kinder so gnadenlos verfahren können. Vielleicht liegt es daran, dass sie sich in Wahrheit gar nicht für das Leid der Armen interessieren, sondern nur vom Neid auf alle Reichen und Starken bewegt sind, wenn sie sich für die Schwachen einsetzen.

Samstag, 28. März 2015

Die Dummheit der Masse

Wenn man von der Dummheit der Masse spricht, erntet man meistens allgemeinen Zuspruch, was daran liegt, dass sich gewöhnlicherweise selbst der stupideste Esel für überdurchschnittlich intelligent hält.

Mittwoch, 18. März 2015

Bildung

Man muss feststellen, dass unser heutiger Anspruch an die Schulen, mündige und kritische Bürger heranzuzüchten, ganz unrealistisch ist. Wie einen die Lebenserfahrung lehrt, ist die Scharfsinnigkeit des Geistes etwas das nicht erlernt werden kann. Es sind immer nur Informationen die einem an Schulen vermittelt werden können. Mit einem wahrhaft kritischen Geist wird man aber entweder geboren, oder eben nicht. Mit Sicherheit kann man seinen Geist durch Übung schärfen. Es wäre jedoch weltfremd anzunehmen, dass dies die Leistungsfähigkeit in bedeutendem Maße beeinflussen könne. Und dementsprechend wird heute jedem Alltagskopf eine beträchtliche Menge an Fakten eingeflößt, die er aber mangels Verstandeskraft nicht zu einem kohärenten Weltbild verknüpfen kann. Und somit bleibt das Wissen nutzlos. Das Faktenwissen kann ja niemals Selbstzweck sein. Es ist lediglich ein Mittel, um die Außendinge in einen größeren Sinnzusammenhang zu integrieren. In Gesprächen mit den "gebildeten" Menschen dieser Tage wird schnell deutlich, wie sie gleich einem Lexikon über viele aufgeschnappte Dinge referieren können. Doch geht es darum logisch zu argumentieren, und Schlüsse aus dem Erlernten zu ziehen, stoßen die "Gebildeten" schnell an ihre Grenzen.

Donnerstag, 12. März 2015

Kompromisse

Heute gilt der Kompromiss als Anzeichen für ein außerordentlich hohes Maß an Kultiviertheit. Es sei ein großer Fortschritt im Bewusstsein des Menschen, dass man dieser Tage seinen eigenen Willen zurückstellt, um sich mit fremdem Gedankengut zu arrangieren. Viel sinnvoller scheint es mir diese Kompromissbereitschaft als Rückratlosigkeit zu begreifen. Sie zeigt nur, wie unbestimmt die Überzeugungen vieler sind. Eine Persönlichkeit, die für etwas steht, würde ihre Position ja für nichts in der Welt aufgeben. Zudem habe ich den Kompromiss immer als etwas zutiefst Unbefriedigendes wahrgenommen. Er verhindert den Ausdruck jedweden reinen Willens und hinterlässt so bei allen Konfliktparteien Unzufriedenheit. Nebenbei bemerkt war Jesus Christus auch nicht kompromissbereit.

Samstag, 7. März 2015

Antiautoritäre

Heute macht sich gesellschaftlich ein pseudokritischer Menschenschlag breit, der sich unverständig gegen alles und jeden aufbäumt. Dieser Menschenschlag ist in allen gesellschaftlichen Schichten und politischen Lagern zu finden. Das Schlimme ist, dass sein antiautoritärer Ungeist von maßgeblichen gesellschaftlichen Kräften als Engagement missverstanden wird. Doch zu allem Nein zu sagen ist genauso apathisch wie alles abzunicken. Allem gegenüber kritisch zu sein gilt als Kardinaltugend. Jedoch hat die heute gebräuchliche Bedeutung des Wortes "Kritik" nichts mehr mit ihrer Ursprünglichen gemein. Der Begriff Kritik kommt von dem griechischen krínein und bedeutet in etwa so viel wie [unter-]scheiden, trennen. Es geht hier also nicht um einen Verriss, einen Tadel, oder eine aus Prinzip ablehnende Grundhaltung, sondern um eine nüchterne Untersuchung. Schon der Titel des Kantianischen Hauptwerkes "Kritik der reinen Vernunft" bedient sich dieser ursprünglichen Bedeutung des Kritikbegriffs und ist deshalb mit unserem heutigen Sprachgebrauch gar nicht zu verstehen. Diese antiautoritären Revoluzzer erinnern mich unweigerlich an unreife Kinder, deren Rebellion ja auch oft nichts weiter als eine Provokation der Erwachsenen ist. Man möchte gar keinen ernsthaften Beitrag zu irgendeiner Debatte leisten, sondern lediglich austesten wie weit man mit der Provokation des Staates ungestraft gehen kann. Wenn sich der Staat dann doch einmal gegen einen wehrt, gibt man sich empört und fühlt sich ungerecht behandelt, wie das Kind das nach unzähligen Provokationen die Strafe des Vaters ereilt.

Sonntag, 1. März 2015

Magersucht in der Moderne

Das moderne Phänomen der Magersucht lässt sich nicht plausibel durch den "gesellschaftlichen Druck" eines angeblich überall postulierten Schönheitsideals erklären. Das Ideal der dürren Frau wurde ausschließlich von schwulen Modedesignern entwickelt. Heterosexuelle Männer fühlen sich von mageren Frauen abgeschreckt. Jede Frau weiß, dass heterosexuelle Männer gesunde Rundungen (aber keine Fettleibigkeit) bevorzugen. Um Männern zu gefallen magern diese Frauen nicht ab. Ich vermute, dass die Wurzel der Magersucht in einer verborgenen Sehnsucht nach Askese zu finden ist. Wir leben in einer Zeit, in welcher der Freiheit keine Grenzen gesetzt sind. Der Mensch aber strebt immer nach dem Zustand, der ihm in der jeweiligen Situation fremd ist. In der Hitze will er Abkühlung und in der Kälte die Wärme. So ist es nur logisch, dass er sich in einer liberalen Gesellschaft nach festen Spielregeln und Vorgaben sehnt. Genauso wie er sich in autoritären Gesellschaften nach Freiheit sehnt. Werden Einschränkungen nicht von der Gesellschaft eingefordert, so müssen sie aus dem Einzelnen selber hervorgehen. Selbstdisziplin in Form der Magersucht ist eine Weise, auf welche diese Sehnsucht nach Einschränkungen ausgelebt werden kann.

Über den Einfluss von Meinungen

Eine Meinung wird gesellschaftlich nur dadurch als die richtige angesehen, dass viele oder wichtige Personen sie teilen. Dies war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Die Vernunft beugt sich diesem Umstand stets.